Themenübersicht zum Antiken Rom
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Circusanlagen Amphitheater Odeen Bibliographie
Dieser Platz wurde dann in klassischer Zeit technisch perfektioniert, um einem zuschauenden Publikum gerecht zu werden und so gelangte man zum Theatron mit einem Zuschauerraum für feste Besucherplätze, dem Koilon. Dabei wurde nach und nach ein rechtwinkeliger oder runder Raum vor die Zuschauer angelegt, welcher für singende und tanzende Gruppen bestimmt war, die Orchestra. Später wurde ein Opferaltar in dieser Orchestra eingeführt und erst zum Ende der klassischen Epoche hin hielt man es für angebracht, eine Tribüne mit einer rückwärtigen Wand zu errichten, auf dem die Hauptakteure besser zu sehen und zu hören waren. In hellenistischer Zeit konzentrierte man sich darauf, den szenischen Apparat zu verbessern, welcher sich auf Kosten der Orchestra vergrößerte. Man führte das Logeion, eine erhöhte Loge für Redner in der Orchestra, das Theologeion, einen erhobenen Platz, von welchem die Götter erschienen und die Thyromata, große türartige Öffnungen im oberen Stockwerk des Bühnenhauses, ein. Die Bühne wurde sehr hoch angelegt.
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Theater von Priene, Rekonstruktionsversuch von Gerkan.
Dabei versahen die Römer die Theater auch meist mit einem Velum zum Schutz gegen die Sonne, so wie sie es bei den Circusanlagen und Amphitheatern taten. Bei den griechischen Theatern gab es diese Vela noch nicht.
2). die griechische Orchestra war folglich wesentlich größer und entsprach etwa einem ganzen Kreis, während die römische nur einen Halbkreis ausmachte; 3). daraus folgte ebenfalls, daß die griechische Bühne - Skené genannt - wesentlich weiter zurückgesetzt war als die römische, das Pulpitum; 4). die griechische Bühne war gegenüber der römischen zweimal so hoch, nämlich von 10 bis zu 12 Fuß, während die römische höchstens 5 Fuß hoch war und durch Treppen mit der Orchestra verbunden war; 5). die griechische Bühne war nur halb so breit wie die römische; letztere erreichte oft die doppelte Breite der Orchestra; 6). das griechische Proskénion, der Raum zwischen Bühne und Orchestra, war wesentlich weniger tief als der beim römischen Theater; 7). das griechische Theater hatte zwischen dem Proskénion und den Seitenflügeln des Zuschauerraums offene Zugänge, die Párodoi, während diese Zugänge beim römischen Theater überwölbt waren; 8). beim griechischen Theater war der Zuschauerraum in eine natürliche Mulde gebaut, beim römischen war er meist freistehend errichtet, um die Arkadenarchitektur zu entfalten.
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Vitruv: griechisches und römisches Theater.
Dadurch, daß man beim römischen Theater die Párodoi überwölbte und somit den Bühnenteil fest an den Zuschauerraum angliederte, erhielt man eine bauliche Einheit, wodurch man auch wesentlich die Akustik verbesserte, denn die seitliche Zerstreuung der Töne durch offene Gänge wurde vermieden. Auf den überwölbten Párodoi wurden die Tribunalia, Proszeniumslogen, errichtet. Die gesamte Bühne wurde bei den Römern außerdem mit einer nach hinten geneigten Überdachung versehen, was wiederum der Akustik zugute kam, denn die Stimme der Schauspieler wurde so direkt zum Zuschauerraum geleitet. Auch ein großer Vorhang konnte heruntergelassen werden. Die Bühnenwand - die Scaena frons - wurde von den Römern mit den im hellenistischen Theater üblichen Pforten versehen, in der Regel drei, von denen die mittlere Regia hieß und die beiden seitlichen Hospitalia. Die Dekoration dieser Bühnenwand wurde in der Kaiserzeit immer aufwendiger und plastischer, besonders im Westen, wo sie durch Nischen mit hervortretenden Säulen und Statuen - meist in mehrgeschossiger Anordnung - geöffnet wurde. Im Osten herrschte dagegen in der Regel der Typus der ununterbrochenen Bühnenwand vor, bei der allenfalls die Regia etwas plastischer dekoriert wurde. Die Sitzstufen der Cavea wurden durch die Praecinctiones in Ränge unterteilt - normalerweise in drei -, wobei der untere Ima Cavea, der Mittlere Media Cavea und der obere Summa Cavea hieß. Letzterer wurde meist noch durch einen umlaufenden Säulengang, dem Portikus, abgeschlossen.
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Großes Theater von Pompeji: Grundriß der endgültigen Form.
Ein Velum wurde an der Innenseite der Umfassungsmauer, welche sich über die letzte Zuschauerreihe erhob, und dem Dach der Bühne befestigt. Der zweite Neubau brachte um die Mitte des 1. Jhs. v. Chr. einige typisch römische Veränderungen zu Tage: man verlängerte die Bühne, welche zwar immer noch sehr hoch blieb, und gestaltete die Bühnenwand plastischer aus. Im dritten und letzten Neubau unter Augustus (30 v. Chr. - 14 n. Chr.) wurde die Bühne auf einen Meter Höhe herabgesenkt und durch zwei Treppen mit der Orchestra verbunden. Die Bühnenwand wurde außerdem neu gestaltet und erhielt die typische Anordnung, welche für viele römische Theater maßgebend werden sollte: in der Mitte Rundnischen, flankiert von rechteckigen Nischen an den Seiten.
![]() Marcellus Theater: Gesamtansicht Modell.
Schon im dritten Jahrhundert wurde das Theater aufgegeben, um für verschiedene Zwecke gebraucht zu werden, u. a. als Steinbruch für andere Gebäude. Im 12. Jhr. wurde es in eine Festung verwandelt, später in den Palazzo Savelli eingegliedert. Dabei stieg die Höhe der Erde immer mehr an, so daß man die ganze Fläche schließlich Savello-Berg nannte. Von den drei ursprünglichen Säulenordnungen, die jede 52 Arkaden enthielten, sind heute nur noch 12 der unteren dorischen und 12 der mittleren ionischen Ordnung erhalten. Das Baugerippe bestand aus Travertin, die strahlenförmig angelegten Mauern der Cavea auch aus Tuffstein, während man nach innen zu opus reticulatum und opus lateritium benutzte. Der Zuschauerraum war wieder halbrund. Von ihm sind noch 4/5 erhalten, die jedoch vom Garten des Palazzos eingenommen wurden. Vom Bühnenraum blieb nichts übrig.
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Theater von Aspendos: Cavea und Außenwand im heutigen Zustand.
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Theater von Aspendos: Rekonstruktion der Bühnenwand.
Jedoch, während bei den Griechen die Beziehung Theater/Kult mehr im Letzteren vorhanden war, wurde sie bei den Römern auch bautechnisch hervorgehoben, denn in der Nähe eines jeden Theaters befand sich ein dazugehöriger Tempel. Später reduzierten die Römer diese in Theaternähe gelegenen Tempel auf ein Minimum, so daß sie oft nicht mehr als eine kleine Kapelle oberhalb des Zuschauerraumes ausmachten. Dies war beim Großen Theater von Pompeji und anderen Theatern in der Umgebung von Rom der Fall.
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